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Tipps Hochzeitsfotografie 2

Tipp 2: Nehmt Euch Zeit für das Paarshooting!

Dank der digitalen Technik hat sich die Hochzeitsfotografie rasant verändert. Seit teure Filme und Filmentwicklungen der Vergangenheit angehören, kann eine Fotografin viel mehr Bilder machen, d. h.sie kann mehr experimentieren und hat damit einen grösseren kreativen Spielraum.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich zu meinen Anfangszeiten als angestellte Fotografin ein Hochzeitsportraitshooting mit einer Hasselblad gemeistert habe. Das bedeutete, dass mir maximal 2-3 Rollfilme mit je 10 Aufnahmen zur Verfügung standen (wegen der Wirtschaftlichkeit). Es gab quasi ein Standardrepertoire, was ich abgearbeitet habe, so die typischen Bilder: Brautpaar vor Kirche, küssend vor Kirche, Brautpaar vor Blumen im Park, küssend vor Blumen im Park ;-)) ) und dann hatte ich manchmal noch ein paar Aufnahmen für Experimente über, wenn überhaupt. Ich muss, glaube ich, nicht erwähnen, dass diese Bilder inhaltlich und gestalterisch nicht so aufregend waren, aber die technische Qualität war natürlich sehr beeindruckend, Mittelformat halt und die Bilder bestätigten das Brautpaar auf traditionelle Weise in Ihrer neuen Form. Die besten Bilder wurden dann dem Brautpaar in einem sauteuren Samt- oder Lederalbum präsentiert und das ging dann meistens für richtig viel Tacken übern Tisch. Mit diesem Album "gehörten" sie ab jetzt gesellschaftlich dazu. Ich will das ganze gar nicht in den Dreck ziehen und ich glaube es ist heute auch nicht viel anders, nur das sich die Bildsprache verändert hat und die Individualität der Brautleute das traditionelle Hochzeitsbild langsam durchbricht. An dieser Stelle muss ich auch mal sagen, dass es echt nicht leicht ist, zwei Brautleute in der traditionellen schwarz-weißen Kleidung modern und locker abzubilden. Die Kleidung ist einfach so dominant und bildbestimmend, das ich manchmal schon mächtig ins Zeug legen muss.

Wie läuft also ein Hochzeitspaar-Shooting mit mir ab?

Wenn wir einen schönen Ort mit gutem Licht gefunden haben (Hotelzimmer, Park mit See…), dürft Ihr Euch erst einmal mit Euch selbst beschäftigen. Ihr könnt reden, küssen, tanzen, schweigen, weinen, trinken, ein Spiel spielen, Euch bewegen…, was Euch so einfällt. Ich werde Euch dabei dezent beobachten und die ersten Bilder schiessen. Es geht in den ersten 10 Minuten einfach nur darum, dass wir miteinander warm werden und wir unsere Scheu ablegen, die entstehenden Bilder sind unwichtig. Stellt Euch einfach vor, ich sei eine sehr gute Freundin und ich täte so ziemlich alles dafür, dass Eure Bilder umwerfend werden. Und ich verspreche, ich tue alles dafür. Mit der Zeit werdet Ihr entspannter, gewöhnt Euch an das Klicken der Kamera und meine entzückten Ausrufe und auf einmal rutscht Ihr ganz automatisch ins natürliche Posen rein. Dann fängt es an Spass zu machen und Ihr werdet die entstehenden Aufnahmen lieben!! 

Also, was müsst Ihr machen, um schöne Fotos zu bekommen? Seid Einfach Ihr selbst und habt Spass dabei. Versteckt Euch nicht, habt keine Angst vor der Kamera, sondern seht es als Chance, neue Seiten an Euch zu entdecken, Euch auszuprobieren. Das gleiche gilt natürlich auch für mich. Auch ich habe nach so vielen Jahren Erfahrung immer noch Lampenfieber vor jeder Hochzeit. Und manche Momente berühren mich so dermassen, dass ich einfach nur mit weinen kann. Und das ist auch gut so.

Zeitlich solltet Ihr ein Minimum von ein bis zwei Stunden einkalkulieren.

Um einen Eindruck von einem Hochzeitspaarshooting zu bekommen und mich persönlich kennenzulernen, biete ich auch ein sogenanntes Engagementshooting an. Das ist wie eine Generalprobe, nur ohne Brautklamotten ein paar Monate vor der Hochzeit!

Sprecht mich gerne darauf an.